18.12.2007
Frauen haben in öffentlichen Ritualen noch bei weitem nicht den Platz, der ihnen zusteht.
Frauen verdienen in der EU um 15 %, in Österreich um 40 % weniger als Männer, sie haben trotz besserer Ausbildung die schlechteren Jobs. Wenn sie Karriere machen wollen, stoßen sie an die gläserne Decke, ihr Anteil an Führungspositionen ist, je nach Branche, gering bis verschwindend gering. Es sind zum Großteil Frauen, die in prekären Dienstverhältnissen arbeiten, die armutsgefährdet oder von Armut betroffen sind. Die Benachteiligung beginnt bei den Mädchen, die trotz guter Schulerfolge schwerer eine Lehrstelle finden als die Jungen und setzt sich bei den Pensionistinnen fort, die von Pensionskürzungen besonders hart getroffen werden. Weltweit leisten Frauen 75 % der bezahlten und unbezahlten Arbeit und erhalten dafür 10 % der Löhne und Gehälter, nur 1 % des Besitzes gehört Frauen.
Die Liste der himmelschreienden Ungerechtigkeiten ließe sich seitenweise fortsetzen.
siehe zB
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Feminismus
Feminismus ist also eine gesellschaftspolitische Positionierung. Dass er oft mit Männerfeindlichkeit gleichgesetzt, abgewertet und lächerlich gemacht wird, ist Teil der Machtstrukturen, die den Frauen ihren Anteil an Einfluss und Ressourcen verweigern.
Frauenförderung
umfasst spezielle Angebote und Programme für Frauen und Mädchen mit dem Ziel, die individuellen Chancen zu verbessern und Zugänge zu ermöglichen.
Frauenförderung ist angesichts der eklatanten Benachteiligungen (siehe oben) nach wie vor unverzichtbar.
Gender Mainstreaming
ist das Prinzip, bei allen Entscheidungen die Auswirkungen auf beide Geschlechter mit zu berücksichtigen und zwar ebenso selbstverständlich wie die entstehenden Kosten. Dadurch soll Gender-Gerechtigkeit (Gender meint das soziale Geschlecht im Gegensatz zum biologischen) zu einem breiten Anliegen von Frauen und Männern werden.
Gender Mainstreaming kommt als Verfahren im öffentlichen und Nonprofit Bereich zum Einsatz, in der Wirtschaft ist es (noch) weitgehend unbekannt.
Gleichstellung
In der Gesetzgebung ist die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern zwar weitgehend verwirklicht, faktische Ungleichheiten bestehen weiterhin. Gleichstellungsorientierung zielt darauf ab, bestehende Ungleichgewichte und Benachteiligungen zwischen den Geschlechtern abzubauen – zB durch die gezielte berufliche Förderung von Frauen, die Verbesserung ihrer Zugangs- und Aufstiegsbedingungen oder die verstärkte Beteiligung von Männern an Betreuungs- und Haushaltsarbeit.
Gender Diversity
Das Diversitätsmanagement ist in der Wirtschaft verbreitet und bezeichnet ein Konzept zur Nutzung und positiven Beachtung sozialer Unterschiede – neben dem Geschlecht auch Ethnie, Alter, Religion, soziale Schicht, Lebensstil u.a.
Gender Diversity Konzepte erwarten von einem höheren Frauenanteil im Management erhöhte Produktivität, und tatsächlich konnten Zusammenhänge mit den finanziellen Unternehmensleistungen in den USA nachgewiesen werden.
Megatrend Frauen
Obwohl die Fortschritte in der Gleichstellung von Frauen sehr langsam voranzugehen scheinen - es gibt den ‚Megatrend Frauen’ und er wird anhalten.
Frauen bauen Netzwerke auf, Frauen greifen verstärkt auf Angebote anderer Frauen zurück, Frauen unterstützen Frauen bei der Karriere, Frauen spenden für Frauen, Frauen schließen sich zu Kooperationen zusammen, Frauen nehmen Führungspositionen ein – all das sind Entwicklungen, die erst an ihrem Anfang stehen und noch viel Potenzial zur Ausbreitung haben.
Es liegt auch an uns Frauen, diesen Trend zu verstärken.
riegerin.at bietet
